Workshops
Entdecke die spannenden Workshops am Mittelfränkischen Hospiztag am Samstag, 31. Oktober 2026 in Weißenburg i. Bay. Jeder Workshop findet an diesem Tag zweimal statt. Du kannst bei deiner Online-Anmeldung zwei verschiedene Workshops belegen. Die Plätze sind begrenzt, sichere dir schnell einen Platz!
Workshop 1:
Den Augenblick ergreifen. Zeiterleben in der Hospizbegleitung
Dr. Swantje Göbel
Soziologin, Vorständin der Einrichtungen des Hospiz Bergstraße in Bensheim/Südhessen
Angelehnt an den Vortrag wollen in den Austausch kommen, über Möglichkeiten, den Augenblick in der Sterbebegleitung zu gestalten.
Workshop 2:
Trauma, Biografie und Sterbeprozess
Conya Clackworthy
Psychotherapeutin und Traumatherapeutin
Im Workshop werden die Inhalte des Vortrags vertieft und mit traumapsychologischen Perspektiven verbunden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Traumaerfahrungen in der Biografie den Sterbeprozess beeinflussen können – bei inländischen ebenso wie bei anders kulturalisierten Menschen.
Workshop 3:
Atemtherapie in der palliativen Begleitung
Andrea Platzer
Physiotherapeutin, Atemtherapeutin
Bei Atemtherapie denken Menschen oft an richtiges Atmen und Übungen. Manchmal geht es um das Bedürfnis, noch selbstwirksam sein zu können. Doch meist ist es eher so, dass die Therapie den Atem selbst übernimmt. Ich bin die Begleitung auf dem Weg hin zum letzten Ausatem, dem nach der Atempause kein Einatem mehr folgt. Hierzu ist es aber erforderlich, dass ich in einem guten Kontakt zu meinem eigenen Atem bin, um bei mir zu bleiben, denn in der Begegnung geschieht vieles nonverbal über Berührung. Mitgehen ohne zu fordern oder festzuhalten. In kleinen Übungen soll ein Eindruck entstehen, wie die eigene Atemschwingung erfahren werden kann und im Alltagstrubel stützend einen Platz findet.
Workshop 4:
Gedenken und Trauer im Netz
Sabine Landes
Mitbetreiberin des Infoportals „digital-danach.de“, Verbrauchertrainerin für "digitalen Nachlass"
Die Digitalisierung beeinflusst die Art und Weise, wie wir als Gesellschaft mit den Themen Tod und Trauer umgehen. Im Gegensatz zum analogen Leben gibt es in der digitalen Welt noch keine Routinen, wie wir trauern. Zwischen Gedenkseiten, Trauerchats und digitalem Abbild dank KI-Einsatz gilt es, eine virtuelle Gedenk- und Erinnerungskultur zu schaffen. Die Teilnehmenden bekommen im Rahmen des Workshops einen ersten Überblick, welche Angebote es für Trauernde im digitalen Raum gibt und welche Rolle dabei Portale, Soziale Netzwerke und Künstliche Intelligenz spielen.
Workshop 5:
Wo Worte tragen: Märchen und Weisheitsgeschichten zu Leben, Sterben und Hoffnung
Anita Gaffron
Märchenerzählerin, Koordinatorin
In diesem Workshop erzählt Anita Gaffron Geschichten über das Leben und den Tod. Märchen finden durch Sinnbilder und Symbole einen Weg etwas in uns zum Klingen zu bringen, wo die Alltagssprache manchmal keine Worte findet. Dieser Workshop möchte durch das Zuhören der frei erzählten Märchen zum eigenen Nachdenken anregen, neue Sichtweisen eröffnen und Mut machen, das Leben im Hier und Jetzt wertzuschätzen und zu genießen.
Workshop 6:
Die Vielfalt von queeren Menschen und ihre Bedürfnisse am Lebensende
Michael Glas
Politologe M. A., Geschäftsführer – Koordination Geflüchtetenprojekt, Fliederlich e. V. – Queeres Zentrum Nürnberg
Auf der einen Seite sind die Lebenssituationen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, Inter* und queeren Menschen wie die „aller anderen“ geprägt durch allgemeine Lebensumstände. Auf der anderen Seite ist ihr Leben aber auch geprägt vom gesellschaftlichen Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, d.h. häufig Ablehnung, Selbstverleugnung, Diskriminierung. Wie wirkt sich das im Alter und zum Lebensende hin aus? Dieser Frage wollen wir uns im Workshop annähern.
Workshop 7:
Basale Stimulation in der hospizlichen Begleitung
Christa Schwab
Lehrerin für Pflegeberufe, Pflegeexpertin Absolventin des PFS
Basale Stimulation ist eine Methode zur menschlichen Begegnung und zur Begleitung von schwerstkranken oder sterbenden Menschen, die alle Sinne anspricht, wenn die verbale Kommunikation nicht mehr möglich ist. Der Workshop zeigt, wie durch einfache sensorische Reize wie Berührungen, Vibrationen sowie auditive und olfaktorische Angebote das Wohlbefinden, die Lebensqualität sowie das Erleben von Sicherheit und Würde gefördert werden können.
Workshop 8:
Kräuter, Öle und Rauch – Rituale für Herz und Seele
Claudia Kamm
Zertifizierte Kräuterpädagogin
Der Workshop zeigt den Einsatz von Kräutern und ätherischen Ölen in der Trauerarbeit. Thematisiert wird auch das Räuchern mit heimischen Wildkräutern. Teilnehmende erhalten praktische Anregungen für Rituale und Anwendungen. Im Mittelpunkt steht die unterstützende Wirkung von Düften und Pflanzenkraft für Körper und Seele.
Workshop 9:
Der Clown als Türöffner
Birgit Sauerschell
Diplom-Psychologin, Beerdigungsclown, Klinikclown
Angelehnt an die Spielfrequenz „Der trauernde Clown“ ist dieser Workshop ein moderierter Austauschtalk. Wir brechen das Tabu, dass Trauerarbeit immer leise und schwer sein muss und erforschen die heilende Kraft des Lachens in dunklen Zeiten. Humor und Leichtigkeit sind dabei keine Missachtung des eigenen Schmerzes, sondern unterstützen die Trauer in ihrer Vielfältigkeit.
Workshop 10:
Selbstfürsorge – Resilienz
Marina Allmannsberger
Erzieherin, zertifizierte S-O-S -Trainerin, Märchenerzählerin, Waldbaden Kursleiterin
Wünscht du dir im oft herausfordernden Alltag mehr Gelassenheit und Resilienz? Die S-O-S Übungen sind eine einfach zu erlernende Übungsabfolge, um hoch aktivierte Nervensysteme sanft zu regulieren. Sie können bei Schlafstörungen, Überforderung, Angst oder Wut helfen, dem Körper wieder ein Gefühl der Sicherheit und inneren Ruhe zu vermitteln. Du erhältst einfach verständliches Hintergrundwissen, wie Gehirn und Nervensystem mit verschiedenen Körperreaktionen zusammenhängen. Im Anschluss erlebst du selbst die wohltuende Wirkung der Übungen.
Workshop 11:
Im Fluss des Lebens - Lebensspuren sichtbar machen
Tanja Mandel
Sozialpädagogin
Gabriele Süße-Ganzert
Erzieherin
Menschen in der Eingliederungshilfe zugewandt begleiten mit kreativen und visuellen Methoden. In diesem Workshop werden verschiedene bildliche und haptische Methoden vorgestellt, die in der Begleitung von Menschen mit Behinderung, unterstützend eingesetzt werden können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Lebensfluss-Modell, der Lebensbaum-Methode sowie dem Caption Life Buch. Der Workshop verbindet fachlichen Austausch mit praktischem Ausprobieren und vermittelt praxisnahe Impulse für eine würdevolle, ressourcenorientierte und zugewandte Begleitung.
Workshop 12:
Trauer verstehen und Trauer begleiten
Gerlinde Reichardt
Trauerbegleiterin, Trauerrednerin
Gemeinsam schauen wir darauf, was Trauern eigentlich bedeutet. Wir lernen das emotionale Pendeln zwischen Schmerz und Alltag kennen. Wer erfahren möchte, wie Begleitung verständnisvoller und sicherer werden kann, findet hier stärkende Impulse und wohltuenden Austausch.
So meldest du dich an
Unsere Workshops richten sich an Ehrenamtliche, Fachkräfte und Menschen mit Interesse an der Hospiz- und Palliativarbeit. Die Anmeldung zum Hospiztag und zu unseren Workshops ist unkompliziert und schnell erledigt.
Wir beantworten die häufigsten Fragen rund um die Teilnahme und helfen bei Unsicherheiten.