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Hier erfährst du mehr über die beiden Voträge am Mittelfränkischen Hospiztag am 31. Oktober 2026 in Weißenburg i. Bay.
Den Augenblick ergreifen.
Zeiterleben in der Hospizbegleitung
Dr. Swantje Goebel
Verweilen wir im Augenblick, sind wir im Hier und Jetzt. Innehalten im Moment, ohne Vorausschauen oder Zurückblicken. Diese Konzentration hilft, zu spüren und uns dem zu widmen, was gerade wichtig ist, in Verbindung mit unserem Gegenüber – und mit uns selbst. Der Vortrag gibt Anregungen, über Zeiterleben in der Hospizarbeit nachzudenken.
Dr. Swantje Goebel ist Soziologin, Vorständin der Einrichtungen des Hospiz Bergstraße in Bensheim/Südhessen (ein ambulanter Hospizverein mit Akademie und Trauerbegleitung und ein stationäres Hospiz)
Kultursensible Begleitung am Lebensende
Conya Clackworthy
Sterben ist ein Übergang, der tief berührt – getragen von Lebensgeschichte, Herkunft und innerer Verortung. Sprache, Klänge, Bilder und kulturelle Prägungen wirken oft bis zuletzt weiter und gewinnen in der letzten Lebensphase eine besondere Bedeutung. Der Vortrag lädt dazu ein, den Zusammenhang von Beheimatung und Entheimatung im Sterbeprozess zu betrachten. Er macht sichtbar, warum es für das Erleben des Übergangs einen entscheidenden Unterschied macht, ob ein Mensch innerlich beheimatet ist oder aus einer fortbestehenden Entheimatung heraus stirbt. Gerade bei Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrungen können frühe Verluste, Trennungen und Brüche im Sterben erneut spürbar werden. Der Vortrag bietet eine fachlich fundierte, zugleich feinfühlige Perspektive für eine kultursensible Sterbebegleitung.
Musikalische Gestaltung
Frau Clackworthy begleitet den Seminartag auch musikalisch.
Sie spielt eigene Kompositionen, unter anderem auf der afrikanischen Harfe Ngoni. Ihre Lieder sind in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen entstanden und speziell für Zeiten des Übergangs geschrieben – für das Sterben, das Abschiednehmen, das Trauern und das Begleiten davor.
Die Musik ist von Tiefe und zugleich von Zartheit und Leichtigkeit geprägt. Sie schafft Räume des Innehaltens, des Verbundenseins und – wo es stimmig ist – auch des gemeinsamen Singens.
Conya Clackworthy ist Psychotherapeutin und Traumatherapeutin. Durch ihre eigene interkulturelle Prägung mit Heimatzugehörigkeit in Südafrika verbindet sie fachliche Kompetenz mit persönlicher Erfahrung. In ihrer Arbeit begleitet sie Menschen in existenziellen Übergängen und bringt therapeutisches Wissen, kulturelle Sensibilität und eine ruhige, haltende Haltung zusammen.